Modulous, das Bauherren beim Bau von Fertighäusern unterstützt, sammelt 11,5 Millionen Dollar ein

Die Neuigkeiten: Modulous, ein Startup für Bautechnik, das eine Softwareplattform für Architekten anbietet, um Mehrfamilienhäuser mit Hilfe eines vorgefertigten Bausatzes zu entwerfen, hat 11,5 Millionen Dollar erhalten.

Die Technik: Die Software des Start-ups automatisiert die Planung von Mehrfamilienhäusern. Entwickler, Architekten und Bauunternehmer können die Technologie nutzen, um die Rentabilität eines Standorts für ein Haus und dessen Kosten zu ermitteln. Die Software bietet auch einen proprietären Bausatz, d. h. vorgefertigte Bausteine, aus denen die Entwickler die Häuser zusammensetzen können, ähnlich wie bei einem lebensgroßen Lego-Set. Dieses Verfahren ist nach Angaben des Unternehmens nicht nur schnell, sondern auch nachhaltig, da es die Produktionszeit verkürzt und gleichzeitig den Kohlenstoffausstoß und den Bauabfall reduziert.

„Der Bau von energieeffizientem, erschwinglichem Wohnraum ohne die Abfälle und den Kohlenstoff-Fußabdruck, die mit der traditionellen Bauweise einhergehen, war noch nie so wichtig wie heute“, sagte CEO und Mitbegründer Chris Bone in einer Erklärung. „Die modulare Bauweise ist die einzige Möglichkeit, die Wohnungskrise zu lösen, aber für viele sind die Vorabinvestitionen ein Hindernis für die Skalierbarkeit der Branche.“

Das Team: Modulous wurde 2018 in London gegründet. Geleitet wird es von Bone, der zuvor ein Ingenieursberatungsunternehmen in London und Dubai leitete, und Geschäftsführerin Janet Stephenson, die als Vertriebsleiterin für den Offsite-Herstellungsriesen Katerra tätig war. Sam Gioia wurde als Leiter des US-amerikanischen Fertigungs- und Montageteams eingestellt und hat seinen Sitz in Colorado. Das 58-köpfige Startup-Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London und Seattle und beschäftigt fünf Mitarbeiter in Seattle.

Die Konkurrenz: Es gibt eine Reihe von Start-ups, die sich auf dem Markt für vorgefertigte Gebäude etablieren wollen, jedes mit seinem eigenen Ansatz. Das in Seattle ansässige Unternehmen Blokable beschreibt sich selbst als „vertikal integrierter modularer Entwickler“, der eine Vielzahl von Hightech-Strukturen in einem Lagerhaus vorfertigt, um die Bauzeit zu verkürzen und die Kosten zu senken. Abodu konzentriert sich derweil auf vorab genehmigte, freistehende Wohneinheiten und liefert diese an Grundstücke in ganz Kalifornien und im pazifischen Nordwesten.

Die Geldgeber: An der Series-A-Runde beteiligen sich SFV, der Venture-Arm des deutschen Immobilienentwicklers Patrizia, Regal London, CEMEX Ventures, der Venture-Arm des Bauriesen CEMEX, Blackhorn Ventures, GroundBreak Ventures, Goldacre und Leela Capital.