Monod Bio, eine Ausgründung des Instituts für Proteindesign, erhält 25 Millionen Dollar für molekulare Biosensoren

Die Nachrichten: Monod Bio hat 25 Millionen Dollar für die Entwicklung molekularer Biosensoren erhalten, die aufleuchten, wenn sie ihr Ziel binden. Die Sensoren können so konzipiert werden, dass sie Moleküle aufspüren, die mit Krankheiten in Verbindung stehen, und sie haben auch Potenzial für industrielle Anwendungen.

Die Ursprünge: Die proteinbasierten Sensoren von Monod werden mit der Protein-Engineering-Software “Rosetta” entwickelt, die am Institute for Protein Design (IPD) der University of Washington entwickelt wurde, das in den letzten Jahren immer wieder Start-ups ausgegründet hat. Monod und andere IPD-Ausgründungen haben zusammen mehr als 1 Milliarde Dollar eingeworben.

Die Personen: Zu den Mitbegründern gehören Daniel-Adriano Silva, CEO, Alfredo Quijano Rubio, Chief Scientific Officer, und David Shoultz, Chief Operating Officer. Sie alle sind Veteranen der IPD-Ausgründung Neoleukin Therapeutics. IPD-Chef David Baker ist ebenfalls Mitbegründer.

Die Technik: Die Sensoren senden bei Vorhandensein eines Ziels ein biolumineszentes Signal aus. In einer Veröffentlichung in Nature wurden Sensoren vorgestellt, die das COVID-19-Virus und mit Krebs in Verbindung stehende Moleküle erkennen. Ein weiteres Ziel war Troponin, ein Molekül, das der Körper nach einem Herzinfarkt freisetzt. In einer kürzlich in Nature Biotechnology veröffentlichten Studie wurde die Technologie zum Nachweis von COVID-19-Antikörpern eingesetzt.

Tiefer gehen: Die Sensoren von Monod beruhen auf zwei Proteinkomponenten. Ein Protein wechselt bei der Erkennung des Ziels von einem geschlossenen in einen offenen Zustand, wodurch es das zweite Protein binden kann. Wenn die beiden sich verbinden, leuchtet der Sensor auf. Das Licht wird von der Luciferase, einem lichtemittierenden Enzym, ausgesandt. Das System ist modular: Die Region, die das Ziel erkennt, kann gegen eine andere ausgetauscht werden.

Die Ziele: Das Unternehmen will die Ziele, die es entwickelt, nicht preisgeben. Ein Ziel ist jedoch im Gesundheitsbereich angesiedelt und umfasst die Erkennung von Biomarkern in Flüssigkeiten, wahrscheinlich Blut, sagte Silva. Ein anderes ist für biotechnologische Anwendungen bestimmt.

Was kommt als Nächstes? Das 22-köpfige Team entwickelt rechnerische und experimentelle Methoden für den Entwurf und die Optimierung ihrer Sensoren sowie ein System, um sie für die Kommerzialisierung vorzubereiten. Unter anderem müssen die Sensoren stabil formuliert und ihre Leistung optimiert werden.

“Das Ziel ist es, all diese Pipelines bis zum Ende des Jahres einzurichten”, so Silva gegenüber GeekWire. Das Team entwickelt auch eine Kartusche für Proben und eine Maschine, die das Licht der Biosensoren ausliest.

Monod arbeitet seit November letzten Jahres in den CoMotion Labs auf dem UW-Campus, hat aber bereits einen neuen Standort für seine Labors gefunden. Bis Ende des Jahres will das Unternehmen dort einziehen und seine Mitarbeiterzahl verdoppeln.

Die Geldgeber: Die 25-Millionen-Dollar-Startkapitalrunde wurde von Matrix Capital geleitet, mit Beteiligung der Global Health Investment Corporation, Cercano Management (ehemals Vulcan Capital), The Washington Research Foundation, Boom Capital Ventures, Sahsen Ventures und Pack Ventures. Zu den 25 Millionen Dollar gehört auch eine Kapitalerhöhung von 6 Millionen Dollar, über die GeekWire bereits berichtete.