Neue Ausstellung im Museum von Seattle erforscht Ursprünge und Potenzial der künstlichen Intelligenz

Das Museum für Geschichte und Industrie in Seattle eröffnet diesen Samstag eine neue Ausstellung mit dem Titel “Artificial Intelligence”: Your Mind & The Machine”.

GeekWire konnte am Mittwoch bei einer Presseveranstaltung und einer Führung unter der Leitung des Kurators HP Newquist, einem Tech-Autor und Verfasser des Buches “The Brain Makers” aus dem Jahr 1994 über die Geschichte der künstlichen Intelligenz, einen ersten Blick darauf werfen.

Die Ausstellung beginnt mit einer tiefgründigen Geschichte. Sie berührt Mythen wie den jüdischen Gollum, eine Figur, die aus Staub zum Leben erweckt wurde, und beschreibt die Ursprünge des Begriffs “Roboter”, der sich vom Wort “robota” für Zwangsarbeit oder Knechtschaft im Altkirchenslawischen ableitet. Die Ausstellung geht schnell in die jüngere Geschichte über, wie zum Beispiel das Debüt des Tischtennis-Videospiels Pong von Atari im Jahr 1972, das man im MOHAI spielen kann.

Kinder werden sich besonders über einige der Mitmach-Exponate freuen, wie z. B. ein Klavier, das den Klang verbessert, und ein Tower of Hanoi-Spiel, bei dem man einen Turm aus Bauklötzen nacheinander zusammensetzen muss. Dieser Reporter war froh, von einer Gesichtsanalyse-Maschine als 25 bis 32 Jahre alt identifiziert zu werden.

Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit visuellen Täuschungen, die nur unser Verstand erfassen kann, und mit visuellen Aufgaben, die Computer besser erledigen. Und sie hilft uns, den Unterschied zu verstehen, z. B. mit einem Touch-Board, das binäre Entscheidungen darüber trifft, welches Dessert man essen soll, und das zeigt, wie eine Software funktioniert.

Newquists Definition von künstlicher Intelligenz ist weit gefasst. In einem Vortrag vor der Tournee beschrieb er KI als “den Versuch von Menschen, Maschinen zu schaffen, die wie Menschen denken”.

Newquist hat gesehen, wie das Feld seit dem “KI-Winter” in den 1990er Jahren, als viele frühe Unternehmen aufgaben, explodierte. Er behandelt diese vergangenen Jahrzehnte anhand von Postern und prägnanten, leicht verständlichen Texten.

Die Ausstellung geht auf die ethischen Aspekte der KI ein und verweist beispielsweise auf die “drei Gesetze der Robotik” des Science-Fiction-Autors Isaac Asimov, zu denen auch die Vorschrift gehört, dass ein Roboter keinen Menschen verletzen darf.

Eine künftige Ausstellung könnte weiter erforschen, was wir in einer Zukunft, die mit dem Traum von der Entlastung von lästigen Aufgaben und der Freiheit begann, fürchten und was wir begrüßen sollten.

In der Ausstellung, die vor der Pandemie im Orlando Science Center gezeigt wurde, werden die frühen Stadien dieses Traums erforscht. Die Ausstellung ist bis zum 8. Januar in Seattle zu sehen und wird von Vorträgen und Workshops zu den Themen KI und Vorurteile, Ungleichheit und Kunst begleitet. Das Museum bietet auch eine Vorführung von “Blade Runner: The Final Cut”.